Die Geschichte der Ritter

Wie schrieb Heinrich Müller im Jahr 1937? “Nach den unseligen Kriegen, die das Völkchen der Ritter von Bedburg gar so lichteten, wollte sich schier niemand mehr finden, dero ritterliche Bräuche und Sitten, kurz, ihre Tradition zu pflegen.” Gar böse wurde uns Rittern in Bedburg mitgespielt. Unsere Bildungsstätte, die “RITTERACADEMIE”, wurde aufgelöst! Schließlich kam das Schloß in die Hände der Kohlenbarone. Anno 1937 kamen ehrbare Narren dann auf die Idee, ihr närrisches Treiben unter Schild und Wappen der RITTER zu stellen. Die Geburtsstunde der Karnevalsgesellschaft Bedburger Ritter “Em Ulk” hatte geschlagen, die allerdings zuerst eine kleine Zeitspanne als Karnevalsgesellschaft “Nutstöpper” existierte. Für einen Chronisten ist es heute schwer, die Hintergründe, die es für diese Neugründung gab, zu schildern!!!

Wer das in der heutigen Zeit - nach 70 Jahren - auch überhaupt noch wissen will, sollte sich hierfür ganz einfach der Schriften früherer Jahre bedienen, damit kein falsches Zeugnis abgelegt werde! Denn Narren sind bekanntlich von Wahrheitsliebe durchdrungen - und das sollten sie auch, wenn sie JEMAND ANDEREN gezielt aufs Korn nehmen wollen! Zumindest in der heutigen Zeit sollte daher gelten: ES GAB EINE NEUE, ZUSÄTZLICHE KARNEVALSGESELLSCHAFT IN UNSERER VATERSTADT BEDBURG und das war und ist gut so!!! UNSERE ERSTE SITZUNG (AM 30. JANUAR 1939) WAR EIN BOMBENERFOLG! Die Presse überschlug sich - und in Bedburg hatte man die “Ritter” schnell ins Herz geschlossen. Bei unserem ersten Präsidenten Willy Fickentscher hatte man das Gefühl, daß er in seinem Leben nie etwas anderes getan hatte als Sitzungen zu präsidieren!!! An Uniformen dachten die “alten RITTER” noch nicht. Sie bevorzugten seinerzeit “rote Mäntel mit Pelzbesatz”, die natürlich den Sitzungen ein gewisses Flair vermittelten!!!!! (siehe Bild weiter unten)!

Kaum jedoch, daß wir RITTER richtig Fuß fassen konnten, mußten wir mit dem fröhlichen Treiben wieder aufhören, denn der Karneval ging im Jahr 1939 auch für unsere Gesellschaft im Kriegslärm unter!!! In den ersten Jahren der Nachkriegszeit stand dann noch NIEMANDEM der Sinn nach Karnevalstreiben und -trubel. Bekanntlich heilt die Zeit aber alle Wunden und so fanden sich nach der sogenannten “Maggelzeit” auch wieder gestandene Ritter, um das Fortsetzen des Karnevalsgeschehens zu bereden. Es kam, wie es kommen musste. Die Bedburger Ritter “Em Ulk” wurden wieder aktiv und drängten mit Macht an die Öffentlichkeit!!!

Die gesamte Chronik der Karnevalsgesellschaft Bedburger Ritter auf diesen Seiten komplett wiederzugeben, würde mit Sicherheit den Rahmen dieser Hompage sprengen. Interessierte Leser wenden sich diesbezüglich bitte an den Vorsitzenden zwecks Einsicht in die Chronik zum 50jährigen und in die sich daran anschießende jährliche Ritterpost oder begnügen sich damit, weiter unten auf dieser Seite “weitergehende Anekdoten” im Kurzüberblick aus unserer nunmehr 75jährigen Vereinsgeschichte zu lesen.

Die weitere Geschichte der Bedburger Ritter “Em Ulk” für interessierte Leser in Kurzform und im Zeitraffer sowie im Wandel der Zeit und ohne Anspruch auf die Vollständigkeit der bei uns Rittern vorliegenden Chronik!

Der Müller`sche Saal stand in den ersten Jahren nach dem Krieg zwar noch nicht zur Verfügung, dafür benutzten wir Ritter die Gaststätte “Stern”, den Saal Haep oder das Sälchen unseres damaligen Präsidenten Willy Fickentscher. Er und so einige Getreue - wie Heinrich Müller, Max Wego, Kunigunde Clemens, Jakob Wieland, Heinz Blicker, “Opi” Möker, Hans Rodrigo, Fritz Frischen, Matthias Pflugfelder, Fritz Platzbecker - hoben nach der Kriegszeit das Narrenschiff wieder aus der Versenkung und “brachten es auf Kurs”!

Da echte Narren - in der damaligen Zeit genauso wie auch heute noch - aus der Not eine Tugend zu machen in der Lage waren, ging es bei uns Rittern stetig bergauf. Man hatte zwar kein Funkencorps; dafür aber ein farbenprächtiges “UNO-CORPS” mit dem Tanzpaar Agneta Ruland/Toni Wahlen und den Mitstreitern in den Monturen “anderer Völker”: Franz Königs, Günther Tillmann, Peter Heuser, Paul Wieland, Ewald Fischer, Jakob Bläser und Günther Pelzer.

Aber bereits in der Folgesession 1949/50, nachdem wir wieder durchstarten konnten, warteten wir Ritter erstmals mit einem eigenen Funkencorps auf und .........mit dem “knabenhaften Mariechen” Hermann Schmitz. Tanzoffizier war in dieser denkwürdigen Session übrigens Peter Heuser. Im darauffolgenden Jahr wurde Letzterer von Toni Wahlen abgelöst, während Hermann Schmitz seine “Mariechenperücke” erst nach der Narrenzeit 1952 an den berühmten Nagel hing. Erwähnenswert aus der Session 1949/50 ist darüberhinaus noch das neugegründete Ritter-Duo mit dem Zwiegespräch “Eisverkäufer und -verkäuferin” mit Kunigunde Clemens und Max Wego! Und noch etwas Gravierendes geschah im Jahr 1950, die Eintragung unseres Vereins in das Vereinsregister. Der damalige Vostand, bestehend aus dem 1. Vorsitzenden Hans Rodrigo, Geschäftsführer Peter Härter und Kassierer Josef Schiffer, wurde allein schon dadurch bei Gericht aktenkundig, dass der Vorsitzende der Ritter mit einer Ordnungsstrafe von DM 15,-- belegt worden war, weil von der Gesellschaft die “eingetretene Vorstandsänderung” nicht rechtzeitig in öffentlich beglaubigter Form angemeldet worden war. Der Gesellschaftsboss muß sich zwar damals heftigst gewehrt haben, an der Zahlung des o. a. Betrages kam er jedoch nicht vorbei.

So hart waren nach dem Krieg die Gebräuche - insbesondere bei Gericht! Die Ritter waren somit bei Gericht aktenkundig, der Vorsitzende war vorbestraft und zu allem Unglück wurde im Jahr 1950 auch noch der spätere Präsident Stefan Düren geboren (hahaha)! Ein Unglück kommt halt selten allein:-))

1951/52, Willi Butzen, Bäckermeister aus Blerichen, ein altgedienter Ritter, wurde Präsident der Gesellschaft und hatte dieses Amt bis zum Ende der Session 1952/53 inne. Sowohl die “Rittersitzungen” als auch die damaligen Karnevalsbälle fanden wieder im “Jägerhof” auf der Neusser Straße statt und - man darf hier im BESONDEREN den ALTWEIBER-FASTNACHTSBALL nicht vergessen, der im weiten Umfeld eine große Resonanz fand. 1953 war es dann nochmal Willy Fickentscher, der das Narrenzepter schwang. Er wollte es noch einmal wissen und ..... er hatte Erfolg!!! Bereits in dieser Zeit gediehen auch die ersten Anzeichen eines guten Miteinanders mit unserer Schwestergesellschaft, der Bedburger Narrenzunft (BNZ) . Man besuchte sich gegenseitig und sogar die Lieder beider Gesellschaften fanden sich in einem Liederheftchen wieder. Vorbei war die Zeit langer Streitigkeiten um das Enstehen einer zweiten Karnevalsgesellschaft und um das “Warum” und das “Wieso”! Also, gut 15 Jahre nach dem Entstehen unserer KG kam der große Burg-(Schloß-) Frieden mit der BNZ und der hält heute, weitere 50 Jahre später, immer noch an; getreu dem Motto “GETRENNT MARSCHIEREN - ABER VEREINT ZUSCLAGEN! (Anmerkung des Schreiberlings: “Die heutigen Vorstände beider Gesellschaften sollten mal Überlegungen anstellen, ob das nicht ein zumindest kleiner Anlass für ein Besäufnis sein könnte?”)! Man(n) käme doch mal wieder vor die Tür!!!

1954, um es mit Wilhelm Busch auszudrücken: “Es eilt die Zeit, wir eilen mit.... stellte sich ein junger Mann bei den Rittern vor. Sein Name Matthias Klütsch; im Rucksack jede Menge Sprachgewandtheit! Er wurde der große Präsident unserer Gesellschaft und hatte dieses Amt insgesamt 35 Jahre inne. Eine großartige und ungewöhnliche Leistung, die man noch nicht mal mit der heutigen (wir zählen das Jahr 2003) Ehrenpräsidentschaft genügend würdigen kann. Ab 1955 übernahm unsere Matthes auch noch das Amt des Archivars und hielt das “Ritterleben” ab da bis zum heutigen Tag in Wort und Bild fest. Mußte man bis 1955 nach Unterlagen suchen, so waren sie ab jetzt (und sind es noch) komplett bei unserem Matthes vorhanden!

Hier nun einige Namen von “Ritterassen” en d`r RITTERBÜTT! Mitte der 50iger Jahre waren dies: Max Wego, Jakob Wieland, Hans-Josef Wilms, Gerd Schmitz mit Willi Müller, Hanns Müller, Harry Balgheim und Toni Wickinghoff. In den Programmen der Sitzungen aus den nachfolgenden Restjahren der 50iger und während der gesamten 60iger Jahre liest man - wie zuvor schon beschrieben - fast immer wieder die o. a. gleichen Namen in den Programmen der Rittersitzungen. Erst 1960 traten dann auch erstmals auswärtige Narren und Funken auf unseren Ritterveranstaltungen auf. Ja - und zusätzlich tauchten im Ritterfasteleer neue zugkräftige Namen eigener Kräfte auf. Wie Odenthal, Mülfahrt, A. Cremer, Mödder! Sie waren nun neben den bewährten alten Kämpen jetzt mit die Träger unserer Rittersitzungen.

Die 60iger Jahre begannen für den Bedburger Fasteleer mit einem Paukenschlag, denn 1961 feierte die BNZ ihr 75jähriges Bestehen und stellte mit Hans Schievenbusch, dem späteren über viele Jahre hinweg fungierenden 1. Vorsitzenden unserer Schwestergesellschaft, den Prinzen Karneval in unserer Vaterstadt. Leider war es uns Rittern nicht möglich, den BNZ-Prinzen in unserer Sitzung zu empfangen. Denn wir Ritter hatten in dieser Session nur eine Sitzung; und erst nach unserer Rittersitzung wurde der Prinz in der damaligen BNZ-Sitzung vorgestellt und proklammiert. Aber allein schon die Tatsache, dass Bedburg einen Prinzen hatte und die damit verbundene Prinzenproklamation während der BNZ-Sitzung stimmte auch uns Ritter so richtig auf den eigentlichen Fasteleer ein.

1962 war es dann für uns Ritter soweit! Wir durften unser 25jähriges Jubiläum feiern - mit einem Prinzen aus unseren Reihen. Es wurde geplant, verhandelt und gehandelt; selbst die Geheimhaltung des Namens unseres 1. Ritterprinzen gelang! In einer groß angelegten Sitzung des Festkommitees Bedburger Karneval, das erst im Herbst 1960 gegründet worden war, wurde unser Prinz Conny I. (Lüttgen) proklamiert. In diesem Jubiläumsjahr stimmte einfach ALLES. Auf der Narrenbühne tummelte sich die gesamte damalige Elite von gestandenen und jungen Karnevalisten! Der Applaus auf jeder Karnevalsveranstaltung wollte für unseren Prinzen kein Ende nehmen und am Karnevalssonntag ging in diesem Jahr ein prächtiger Umzug - natürlich mit unserem 1. Ritterprinzen Conny, der von vielen tausend Menschen um- und bejubelt wurde - durch Bedburg.

Es war im Jahr 1966, als die BNZ ihr 80jähriges feierte. Wir Ritter waren dabei, bei der Vorstellung des BNZ-Prinzen im Rathaus Bedburg, bei der Proklamation und natürlich auch beim riesigen Umzug am Karnevalssonntag. Der damalige Bürgermeister nannte den neuen Prinzen “ene echte Schaaffäjer”! Die Proklamation wurde vom Festkommitee unter der Führung des unvergessenen Jean Engels veranstaltet. Gemeinsam mt dem damaligen BNZ-Präsidenten zog unser Matthes in den Saal. Es war ein Fest in Rot-Grün-Blau. Schon lange war nichts mehr zu spüren von dem Zwist und Zank der ersten Jahre zwischen den beiden großen Bedburger Karnevalsgesellschaften. Wer dies 1966 immer noch nicht wissen wollte, hier in der Proklamationssitzung wurde dafür der Beweis erbracht. Der Prinz, der vom Bürgermeister als “ene echte Schaaffäjer” bezeichnet worden war, war Prinz Gustav I. (Heidemann)! Und wie schrieb damals eine in Bedburg erscheinende Tageszeitung? PRINZ GUSTAV I. SCHENKTE DEN BEDBURGERN TAUSEND KÜSSE.

Das Ende der 60iger Jahre und der Übergang in die 70iger Jahre verlief fast lautlos. Auf der Narrenbühne hörte man jetzt auch andere Namen; zwar echte Ritter, aber eben neue Kräfte, wie Willi Pohl, Otto Görgens und Leo Hassel (in der Rolle des Ritter Kunibert) sowie Theo Grün und Heinz Dresen. Auf unserer ersten Sitzung der 70iger Jahre spielte seinerzeit die Musikkapelle “Hardy von den Driesch” zu einem Preis von DM 400,-- ! Das ist eine Summe, von der heutzutage besonders unser Schatzmeister nur noch träumen kann!!!!!

1971 war für uns Ritter wieder ein tolles Narrenjahr. Für unseren damaligen Vorsitzenden Leo Königs war die Geheimhaltung des Namens unseres Ritterprinzen für unser 35jährige Jubiläum schwer; aber er schaffte es trotzdem mit viel Bedacht. Erst im Dezember vor unserer Jubelsession war es soweit! Unser Präsident Matthias Klütsch gab den Namen bekannt. Der neue Prinz Karneval hieß Peter Thelen. Ein gestandener Ritter, der sein Karnevals-Handwerk von der Pieke auf - sprich im Funkencorps - gelernt hatte. Prinz Peter I. strömte Deftigkeit aus! Er war überall gegenwärtig und drückte sowohl uns Rittern als auch dem gesamten Bebbersche Fasteleer seinen Stempel auf. Ihm war kein Weg zu weit, keine Sitzung zu anstrengend und auch kein Palaver zu lang. Seine Bärenruhe übertrug sich auch auf alle Ritter, die sich dann auch alle freuten, einen so charmanten Prinzen zu haben wie den LIPPER SCHLOSSERMEISTER!

Von ausserordentlicher Bedeutung sind noch zwei Dinge aus dem Jahr unseres 35jährigen Bestehens! Neben dem Prinzenjahr sind daher noch zu nennen: ERSTENS: die Übernahme der Kommandantschaft durch Hermann Josef (MOBBY) Münchrath. Der löste damit Reimund Drossard ab, der dieses Amt 7 Jahre inne gehabt hatte. Was sind aber 7 Jahre gegen die Zeit, die unser Mobby das gesamte Corps befehligte?! Unter unserem Mobby sind alle Gruppierungen der Ritter zusammengeschmolzen und zu einer Einheit unter einer Führung geworden, die mit ihrem Kommandanten Mobby durch “DICK und DÜNN” gingen. Und als ZWEITES! UNSER TANZPAAR GING ZUM STANDESAMT und an der Kirche standen die blauen Funken Spalier! Heinz Esser, unser heutiger Präsident, sowie sein “und gleichzeitig unser” Mariechen (Margit Sommer) waren unter der Haube!!! Also ein weiterer Grund für uns Ritter ein HOCH anzustimmen!

1973 brachte dann für uns Ritter eine Wende! Immer weniger Eigengewächse gingen in die Ritterbütt; man mußte vermehrt auf auswärtige Karnevalisten zurückgreifen. Wir Ritter holten jetzt auch Spitzenkräfte aus der benachbarten Karnevalshochburg KÖLN! Das Duo Schmitz/Müller oder Schmitz/Schmitz - jahrelang im Bedburger Karneval als Tünnes un Schäl bekannt und begeistert gefeiert - gab es nicht mehr. Dafür kamen nun in gleicher Maskerade die Gebrüder Jansen aus Köln. Natürlich waren diese PROFIS spritzig! Aber mit der feinen Ironie, dem feinen Spott und den ortsbezogenen Glossen vergangener Zeiten war es vorbei. JA, UND WENN MAN SICH DAS SITZUNGSPROGRAMM VON HEUTE SO ANSCHAUT, dann muß man relativ schnell feststellen, dass diese Tatsache nun schon mehr als 30 Jahre anhält und auch bestehen bleiben wird. Ohne diese “Kanonen” und “Granaten” des Fasteleers aus Köln wären unsere Rittersitzungen und -veranstaltungen gar nicht mehr durchführbar oder gar denkbar!!! Am 11.11.1973 ging bei uns Rittern ein großes Familienfest über die Bühne. Wir feierten (bei gutem Essen und gutem Trinken versteht sich) das 25jährige Bestehen unserer Ehrengarde . Und dabei waren unsere nachstehend aufgeführten ersten Funken: Paul Wieland, Franz Königs, Jakob Bläser, Dr. Günter Pelzer, Günther Tillmann, Peter Kulartz, Peter Heuser, Toni Wahlen, Ewald Fischer, Richard Schuh und Heinz Friedrichs. Unser damaliger Präsident, Matthias Klütsch, hatte an diesem besagten Familienabend, den das zu der Zeit amtierende Tanzpaar der Ritter, Renate und Gustav Zahn, durch ihre Tänze verschönerten, sich alle Mühe gegeben und auch ALLE RITTERMARIECHEN eingeladen. Und sie kamen: Agneta Ruland, Änne Schmitz, Maria Lenzen und ..........Hermann Schmitz, das einzige männliche Mariechen in unserer Gesellschaft; denn man setzte doch bei uns Rittern in Beziehung Mariechen nun mehr auf LIEBREIZ als auf TRADITION! Und noch eine frohe Kunde ereilte uns! Matthias Lammet, der “Ostermann von der Erft”, der uns Rittern schon damals sehr zugetan war, erhielt eine seltene Auszeichnung für einen Nichtkölner, den “Rundschauorden” Unsere Glückwünsche waren unserem Freund, dem Bedburger Heimatdichter und Komponisten natürlich sicher.

1974 feierten wir das 20jährige Jubiläum unseres damaligen Präsidenten Matthias Klütsch. Es gab viel Lob, viel Anerkennung und daher auch viele Ehrungen für “osere Matthes”. Wie maßgeschneidert für ihn, sein 20jähriges Präsidentenjubiläum fiel mit dem Wiedereinzug ins ehrwürdige Schloß Bedburg zusammen. Der damalige Bürgermeister Karl-Friedrich Schild gratulierte und überreichte unserem Präsidenten in Anerkennung seiner Verdienste um das kulturelle Leben in der Schloßstadt Bedburg einen ledernen Wappenanhänger.

1975 hatten wir Ritter dann einen schweren Verlust zu beklagen. Es erreiche uns die traurige Nachricht, dass unser Liederdichter, Mitbegründer, Büttenredner und unser guter Geist, Heinrich Müller verstorben war. Er hat sich durch seine Lieder bei uns Rittern selbst ein Denkmal gesetzt; seine Lieder gehören noch heute zum festen Repertoire einer jeden Ritterveranstaltung. Und - wie dieses Jahr angefangen hatte, so hörte es auch auf. Im Dezember verstarb ein “großer” Ritter. Ewald Fischer, unser “langjähriger” Geschäftsführer! Sein Einsatz erstreckte sich wirklich über das ganze Jahr. Wenn man heute sagt, dass Ewald Fischer ganzjährig und ausschließlich in Sachen Ritter dachte, dann trifft das den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf.

1976 feierte die BNZ ihr 90jähriges Jubiläum und ..... dies erstmals - seit in unserer Schloßstadt Karneval gefeiert wurde - mit einem DREIGESTIRN!!! Nun könnte man die Feststellung treffen, das war das Jubiläum unserer Schwestergesellschaft BNZ und das Dreigestirn derselben. Aber warum sollten wir Ritter nicht auch stolz auf dieses erste Dreigestirn der Stadt Bedburg sein? Stand doch mit dem Bauer Karl-Heinz Esser ein gestandener Ritter mit auf der Bühne und die Jungfrau Hubertine (Heribert Balgheim) wirkte ebenfalls über viele Jahre hinweg in unseren Rittersitzungen als Liedersänger mit. Mit Recht konnten also auch wir Ritter stolz auf dieses erste Dreigestirn der Stadt Bedburg aus den Reihen der BNZ mit Prinz Lothar I. (Michels) an der Spitze sein - und waren es auch. Am 25 Januar 1976 stieg die große Proklamation im Rittersaal auf Schloß Bedburg; mit einem riesigen Programm und einem glanzvollen Trifolium unserer Schwestergesellschaft. Auf unseren eigenen Sitzungen hatten wir in diesem Jahr erstmals einer der großen Kölner Traditionscorps eingeladen. JAN VON WERTH war bei uns angesagt und man merkte, dass viele Sitzungsbesucher diesem Auftritt geradezu entgegen fieberten.

1977!!! 40 Jahre Ritter!!!!! Und unser Präsident setze dies unter sein der Gesellschaft vorgegebenes Motto: “DIE RITTER BLEIBEN STETS AM BALL, WIE 40 JAHR` IM KARNEVAL”! Von dem zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Dreigestirn der BNZ ging uns folgendes Glückwunschschreiben zu: “Liebe Karnevalsfreunde von der KG Ritter em Ulk! Wir, das Dreigestirn der Session1976/77 wünschen unseren Karnevalsfreunden von der KG Ritter em Ulk zu ihrem 40jährigen Bestehen alles Gute, weiterhin viel Erfolg in ihrem Bemühen, Freude und Frohsinn zu bereiten und der karnvalistischen Tradition unserer Vaterstadt Bedburg alle Zeit die Treue zu halten und mit neuen Impulsen dazu beizutragen, dass unser Karneval, auf den alle Bedburger stolz sein können, nie an Dynamik und Ideenreichtum scheitern wird.”

1977 hatte sich auch bei unserem Funkencorps etwas geändert. Es tanzte jetzt Rosi Dreikhausen mit Matthias Hoffmann. Für das scheidende Tanzpaar, die Eheleute Zahn, gab es bei der Verabschiedung den verdienten großen “Bahnhof”!!!

Am Ende dieses Jahrzehnts wurde der bereits erwähnte Liederdichter von der Erft, Matthias Lammet, zum Ehrenmitglied der Bedburger Ritter ernannt. Gleichzeitig mit dieser vom Vorstand beschlossenen Ernennung erhielt er aus der Hand unseres Präsidenten die höchste Auszeichnung der RITTER, den “RITTERSPORN”. Matthias Lammet bedankte sich bei der KG Bedburger Ritter “Em Ulk” von 1937 mit der Übergabe seiner bis dahin verfassten Lieder, mit der Bitte an den Liedersänger der Ritter, seinen Freund Gerd Schmitz, dieselben - wie bisher - in seinem Sinne zu interpretieren. In das Buch der gesammelten Werke schrieb Matthias Lammet: “Meinem lieben Freunde und Interpreten meiner Lieder, dem Vizepräsidenten der K.G. Ritter “Em Ulk”, Herrn Gerd Schmitz, zur Erinnerung gewidmet. Bedburg, im Januar 1978, Matthias Lammet

Ende dieses Jahrzehnts verstarb unser Mitbegründer der Ritter, Kurt Maßling und unser Präsident konnte seine 25jährige Präsidentschaft feiern. Zwei Themen, wie sie gegensätzlicher kaum sein konnten und die trotzdem im Zeitablauf wieder kurz aufeinander folgten. “Freud und Leid leje halt noh zesamme”!!!

Die 80iger begannen bei den Rittern mit fieberhafter Arbeit. Die Gesellschaft war tüchtig angewachsen und die Farben BLAU/WEISS waren weit über das Stadtgebeit hinaus bekannt (nicht nur durch den FC SCHALKE 04), sondern eben auch durch uns, durch die RITTER. Und hier im besonderen zu der Zeit durch unser gesamtes Corps, weiterhin unter der Leitung von Mobby Münchrath und durch unser Fanfarencorps unter der Leitung von Willi Pütz. Unser Corps vertrat unsere Farben auf vielen auswärtigen und einheimischen Veranstaltungen und war auch noch gleichzeitig auf unseren eigenen Sitzungen unsere Glanznummer “NUMMERO UNO”!

Nach dem festgelegten Reglement des “Festkommitee Bedburg” hatten wir Ritter Anfang der 80iger Jahre den Prinzen zu stellen. Hier beschäftigte man sich bei uns Rittern mit der Frage: Prinz oder Dreigestirn??? Anfang 1981 waren dann die berühmten Würfel gefallen! Unser damaliger Vorsitzender LEO KÖNIGS übernahm die Würde, allerdings auch die Bürde des PRINZEN KARNEVAL!!! Zu den ersten Gratulanten gehörte Peter I. (Thelen), sein Vorgänger als Prinz Karneval der Ritter. Die Proklamation wurde ein rauschendes Fest und schon bald hatten die Bedburger ihr Herz für ihren Blumenprinzen, PRINZ LEO I., entdeckt. Sie jubelten ihm nicht nur auf den Sitzungen zu, sondern auch beim prächtigen Umzug am Karnevalssonntag. Die Überschriften der Zeitungsartikel nach der Proklamation, die immer ein diesbezüglicher “Gradmesser” sind, lauteten: “Kaiser (Name des damaligen Bürgermeisters) muß dem Narrenkönig weichen” oder “Nun ist LEO I. Narrenfürst in der alten Schloßstadt” oder “LEO I. - Herrscher über die Bedburger Narren”! Alle Ritterveranstaltungen waren Feste der Freude und Prinz LEO I. blieb, wie er immer war, natürlich, freundlich und charmant!

Nennen wir nochmal kurz unsere eigenen Kräfte, die Anfang der 80iger bei uns Rittern auf der Bühne standen! THEO GRÜN als “Die doof Noss”, Heinz Esser als “RITTER KUNIBERT”, unser Liedersänger GERD SCHMITZ und natürlich das Prunkstück unserer Gesellschaft, unsere gesamte EHRENGARDE! Unser Tanzpaar in diesen Jahren war Rosi Funk mit Matthias Hoffmann und als Marketenderpaar stellten sich Bianca Funk mit Hans Zahn vor. Da die Funken ja bereits mit Dr. Günter Pelzer einen eigenen Funkendoktor hatten, durfte ein solcher auch beim Fanfarenzug nicht fehlen. In dieses Amt eingeführt wurde der Oberarzt im Bedburger Krankenhaus, Klemens Krug.

Am 06. März 1982 verstarb ein Mann der ersten Stunde, Franz Königs, der über viele Jahre hinweg ein Motor unserer Gesellschaft gewesen war. Nach der Session 82 war in der Presse zu lesen, dass wir Ritter auf festen Füßen stehen. Der komplette Vorstand mit den altgedienten Leo Königs, Toni Wickinghoff und Matthias Wieland und auch der erst seit kurzem dem Vorstand angehörende Hans Peter Könen (er war 1981 für den leider viel zu früh verstorbenen Herman Schmitz nachgerückt) wurden wiedergewählt.Das Vertrauen erhielten ebenfalls für weitere Jahre unser Präsident Matthias Klütsch, unser Literat Gerd Schmitz und ebenso natürlich unser Kommandant Hermann-Josef Münchrath. Wörtlich hieß es am Schluß des Artikels: “Wohlgerüstet für die kommenden Sessionen schieden die Mitglieder zu später Stunde. Der Beginn der 80iger Jahre kann somit abgehakt werden. Das Prädikat GUT ist wahrlich ein Wertmesser, auf den sich weiter aufbauen lässt!”

Dem Festkommitee Bedburg, mit dem sich unsererseits zu jeder Zeit gut zusammenarbeiten ließ, war es endlich gelungen, dass alljährlich ein Dreigestirn innerhalb der Stadt Bedburg gestellt wurde und auch heute noch gestellt wird. 1983 kam dieses Dreigestirn aus Kirchherten. Schon bei unserer ersten Begegnung mit dem “Mülle-Jonge-Trifolium” wurde eine enge Freundschaft geschlossen. Der Auftritt dieses ersten Trifoliums in der vom Festkommitee vorgeschlagenen Art auf unseren Sitzungen war deshalb mehr als stimmungsvoll! Und bei uns Rittern ging ein neues Eigengewächs en de Bütt: HANS STERKEN gab sein Debüt als “Der letzte Neckermannsreisende” und verbuchte damit Erfolg. Zu den Neuerungen unserer Gesellschaft gehörte in diesem Jahr auch die Gründung eines Offizierscorps, von dem man sagen kann, dass sich was ÄHNLICHES zu dieser Zeit weit und breit nicht finden ließ und auch heute schwerlich, nach nunmehr 20jährigem Betehen, kaum finden lassen wird.

Dass Freud und Leid eng nebeneinander liegen, haben wir in unserer vorliegenden Chronik schon oft zu lesen bekommen. So auch in diesem Jahr 1983! Wir Ritter mußten den Komponisten, Textdichter und Interpreten, unser Ehrenmitglied Matthias Lammet, zu Grabe tragen. Im Liederheft der Session 1983/1984 stand als Nachruf: “Die Bedburger Ritter trauern um ihren Freund, Gönner und ihr Ehrenmitglied MATTHIAS LAMMET, 1910 in Köln geboren, verstarb er im März des Jahres 1983. Wir können nur Dank sagen für die herrlichen Lieder, für die Ratschläge und für seine Darbietungen auf der Bühne. Er war der geborene Freudenspender. Die Bedburger Ritter trauern um ihn, aber wir sind auch dankbar und stolz, dass wir ihn gehabt haben. Möge der Herrgott und die hl. Cäcilie, die Schutzpatronin der Musik, Dir an Freude in der Ewigkeit das zurückgeben, was du uns auf Erden gegeben hast. - DANKE MATTHIAS LAMMET -” Seit dieser Session wird in jeder Rittersitzung im Finale ihm zur Ehre und uns zur Freude “sein” Erftlandlied gesungen.

1984 wurde von uns Rittern dann erstmalig ein Ehrenmariechen in unsere Gesellschaft aufgenommen. Es handelte sich dabei um die neue Schloßherrin von Schloß Bedburg, Janette Hillebrand, die auf unserer Sitzung am 26. 02. 1984 im Beisein ihrer Eltern in ihr Amt eingeführt wurde. Und das ALLES passierte im nun total restaurierten Schloß, wofür die neuen Eigner viel Lob an diesem denkwürdigen Abend einheimsen durften; verdientermaßen - denn jetzt war das Schloß wieder ein Schloß und der Rittersaal hatte auch wieder diesen Namen verdient, wo wir Ritter uns nun wieder richtig wohlfühlen konnten. Natürlich nahm unser Ritter Kunibert (Heinz Esser) an diesem Abend die neue gute Stube der Ritter trefflich auf`s Korn!

An dieser Stelle sollten auch ein paar Wörter über unsere Senatorinnen und Senatoren verloren werden, die Anfang der 80iger Jahre schon eine stattliche ANZAHL erreicht hatten. Denn diese mittlerweile tüchtig angewachsene Gruppe unserer Gesellschaft waren und sind nicht nur einfach - wie vielerorts praktiziert - unsere Gönner und Sponsoren! Nein, sie waren und sind vielmehr. Sie sind eine feste Einheit und Größe innerhalb der Bedburger Ritter, die uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand und steht; und - wir als Gesellschaft waren und sind froh und dankbar für die vielen Ratschläge und Anregungen, die uns von dieser Seite bis zum heutigen Tag “zugeflossen” sind.

Die Vorbereitungen für die Session 1984/85 begannen schon relativ früh; eigentlich schon mit dem ersten sog. Sommerfest unserer Gesellschaft, welches auch heute noch fester Bestandteil unserer Jahresaktivitäten ist (wenn auch mittlerweile die Namen für dieses interne Ritterfest mehrfach wechselten)! Dieses Sommerfest sollte u. a. auch deshalb in Erinnerung bleiben, weil uns zu diesem Anlass eine neue Schwenkfahne überreicht wurde. Desweiteren feierte in dieser bereits benannten Session das Festkommitee Bedburger Karneval e. V. sein 25jähriges Jubiläum. Es war ein Riesenfest, bei dem der Festkommiteepräsident Hartmut Hings und seine Mitstreiter sehr gute Gastgeber waren. Ab dieser Session wirbelten für uns Ritter dann auch zwei neue Tanzpaare und ein Marketenderpaar über die Bühne. Hier die Namen dieser zum Teil “alten” und zum Teil “neuen” Ritterakteure: Marina Schulz mit Peter Finette, Claudia Schwill mit Elmar Schmitz (Debütanten) sowie das Marketenderpaar Marion Schlömer mit Hans Zahn. Nach dieser Session mit glanzvollen Sitzungen im Rittersaal auf Schloß Bedburg - die Presse überschlug sich vor Begeisterung - gab es einen Umbruch in der Gesellschaft und ein Jahr mit VIELEN Änderungen!

Zum ERSTEN - LEO KÖNIGS dankte als Vorsitzender ab. Gesundheitliche Gründe waren es, die ihn zu diesem Schritt veranlaßten. 15 JAHRE hatte er mit Bravour unsere Gesellschaft geführt. Als Dank für seine überaus großen Verdienste wurde er mit dem Ehrenring unserer Gesellschaft ausgezeichnet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

In der daraufhin folgenden Versammlung mußte also ein neuer Vorstand gewählt werden, der sich aus folgenden gestandenen Rittern zusammensetzte: Vorsitzender Gerd Schmitz, Geschäftsführer Hans Peter Könen, Schatzmeister Matthias Wieland und dem “Frischling” Stefan Düren, der sowohl als stellvertretender Vorsitzender als auch als stellvertretender Geschäftsführer gewählt wurde. Dieser neue Vorstand strotzte nur so vor Energie und hatte in kürzester Zeit eine Marschrichtung vorgegeben, wie sie es in dieser Form in unserer Gesellschaft bis dato noch nicht gegeben hatte. Es konstituierte sich zunächst ein neuer Musikzug. Der Vorstand und die Spitze des Fanfarenzuges hatten sich zu diesem Schritt durchgerungen. Nun ist dies einfacher geschrieben, als in die Tat umgesetzt. Aber eine kaum zu bremsende Einsatzfreude und viel Energie brachten die Mitglieder des nun neuen Musikzuges auf, um zur Stunde X - bei der Proklamation des BNZ-Dreigestirns - topfit zu sein. Schon im Sommer 1985 wurden wir Ritter beim Sommerfest Zeugen des großen Könnens unserer MUSIKJONGLEURE! Unverkennbar war aber zu dieser Zeit, dass die BNZ die Szenerie im Bedburger Karneval beherrschte. Unsere Schwestergesellschaft wurde 100 Jahre alt und stellte mit Prinz Gerhard I. (Willkomm), Jungfrau Edgarda (Edgar Ackermann) und Bauer Hans-Josef Michels ein glanzvolles Dreigestirn. Natürlich waren auch wir Ritter in dieser Session voll im Einsatz, denn auch wir fühlten uns als echte Karnevalisten diesem großen Jubiläum der BNZ und diesem Dreigestirn verbunden; das war einfach so und für uns Ritter selbstverständlich. Das Lob des Prinzen GERHARD I. freute uns daher auch ganz besonders, der nach unseren Sitzungen zu uns sagte: “ BEI ÜCH HANN MIR UNS ECHT WOHLJEFÖHLT!”

Nach dieser Session galt es dann für uns Ritter “AB IN DIE HUFE”! Unser 50jähriges Jubiläum stand vor der Tür und wollte vorbereitet werden. Wir schreiben Samstag, den 12. Juli 1986! Wieder gab es eine Bereicherung für uns Ritter, denn an diesem Tag stellte sich beim Grillfest (wieder ein neuer Name für unser Sommerfest) das neugegründete Kindertanzcorps der KG Bedburger Ritter “Em Ulk” vor. Es war eine Augenweide, die Mädchen und Jungen in ihrem Eifer und mit leuchtenden Augen ihr Können vorzeigen zu sehen! Viele Besprechungen und viele Übungsabende waren notwendig bis die KLEINEN RITTER in den Sitzungen 1987 ihre Feuertaufe bestanden; GLÄNZEND BESTANDEN!!! An dieser Stelle nochmals allen Eltern unserer Kinder und Jugendlichen (von den Anfangszeiten bis zum heutigen Tag) vor ALLEM aber den Betreuern/Betreuerinnen (damals INGRID KROSCH und das EHEPAAR PETRA UND UDO SCHMITZ, heute KLAUDIA PÜTZ und WALTRAUD HAMACHER) ein von Herzen kommendes “DANKESCHÖN!

Nun konnten wir RITTER uns voll und ganz auf unser 50jähriges Jubiläum stürzen und auf ein nunmehr stolzes Alter von 50 Jahren Vereinsgeschichte zurückblicken!!! Es tat sich in unserem Jubiläumsjahr so EINIGES bei uns RITTERN. Erster EHRENRITTER, eine neue Auszeichnung in unserer Gesellschaft - wurde unser Freund und Gönner, Metzgermeister KARL SCHMITZ. Das war unser offizielles DANKESCHÖN für seine vielen “GUTEN TATEN”, die er uns Rittern immer wieder zukommen ließ! Aber auch die Schirmherren für unsere Jubiläumssession, PAUL ALBERS, Direktor der Abteilung Personal- und Bildungswesen, und HANS SCHÄFER, Abteilungsleiter im Sozialwesen, (beide Fa. RHEINBRAUN) wurden von unserem Präsidenten (immer noch der alte Kämpe Matthias Klütsch) der Gesellschaft vorgestellt. Beide hinterließen mit einem Schirm “bewaffnet” und “gut bei Wort” einen hervorragenden Eindruck. Bei dieser “BESCHIRMUNG” konnte eigentlich bei unserem RITTERJUBILÄUM garnichts mehr schief gehen!!!

Der erste große Tag in der Jubiläumssession war sicherlich der Abend des 24. 10. 1987! Vieles in der Organisation für die Veranstaltungen in unserem Vereinsleben war für die Verantwortlichen mittlerweile zur Routine geworden, aber für diesen Tag gab es keinerlei Vorlagen, an die man sich hätte anlehnen können. Der Abend begann mit einer Festmesse in St. Lambertus. Der MGV Bedburg sang die “Lambäätes Mess” unseres unvergessenen Matthias Lammet, so dass schon mal die Verbindung zwischen Brauchtum und kirchlicher Andacht und somit zwischen den eigentlichen Elementen des Karnevals gelang. Viele der Besucher unserer Festveranstaltung waren im Nachhinein der Meinung, dass es eine dem Anlass würdige und auch später im Schloß sehr unterhaltsame Veranstaltung gewesen sei. Die beiden Festredner, Schirmherr Hans Schäfer und Otto Müller, sprachen über die historische Entwicklung des Karnevals und leiteten geschickt über auf das seinerzeitige Gesellschaftsleben. Verbunden mit der Gratulation durch Hans Schäfer versicherte derselbe, dass sich beide Schirmherren mit ihren Gattinnen in Bedburg und besonders im Kreis von uns RITTERN sehr wohlfühlen würden und das Amt sehr gerne übernommen hätten! Der MGV begeisterte mit Liedvorträgen; hierfür garantierte an diesem Abend unser Freund Christoph Klöver. Der ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Christoph Klöver folgende Sketch “DIE FIDELE GERICHTSSITZUNG”, von drei aktiven Rittern vorgetragen, war dann der anspruchs- und humorvolle Übergang vom Formalen zu einer doch sehr heiteren Atmosphäre, in der “Feiern” und “Fröhlichsein” einfach Spass gemacht hat. Unterstützt vom heimischen Einzelhandel hatten unsere Ritterfrauen ein kaltes Buffet gezaubert, welches anschließend als “das Tüpfelchen auf dem i” bezeichnet werden sollte und den Abend für unsere Gäste so richtig abrundete. Noch heute betrachtet, muß man der Meinung sein, dass wir mit der Art und Weise der Ausrichtung dieser “Jubelveranstaltung” in der vorgenommenen Form genau richtig gelegen haben!

Am 21. November des gleichen Jahres stand dann der nächste Höhepunkt für unsere Gesellschaft an; genauer gesagt für DREI MITGLIEDER UNSERER GESELLSCHAFT! Für das Dreigestirn der Stadt Bedburg!!! Im Jahr des 50jährigen Vereinsbestehens das erste Dreigestirn aus unseren Reihen!!!!! PRINZ HANS-PETER I. (Hans-Peter Küpper), BAUER HANS (Hans Sterken) und JUNGFRAU ADELE (Adi Kremer). Hervorragend unterstützt durch den Prinzenführer GÜNTER KRAMER und begleitet von den Verbindungsoffizieren HANS ZAHN (RITTER), HERIBERT LATZ (BNZ) und HANS BONGARTZ (KLEINE LIPPER) sowie unseren kleinen Pagen und dem Offizierscorps unserer Gesellschaft. Die Proklamation unseres ersten Dreigestirns an sich - eingebettet in ein anspruchsvolles karnevalistisches Programm - war schon selbst ein absoluter Höepunkt, durch die unserem Dreigestirn eine hervorragende Basis für das weitere Wirken geschaffen worden war. Sie waren mit über 100 Auftritten überall da präsent, wo sie es nur sein konnten. Unser Dreigestirn hatte AUSSTRAHLUNG, KONNTE DAS PUBLIKUM BEGEISTERN UND DER PRINZ TRAF IMMER DEN RICHTIGEN TON. Sie waren ganz einfach der großen Aufgabe, die sie übernommen hatten, gewachsen!!! Ohne überheblich klingen zu wollen, sind wir der Meinung, dass in unseren damaligen Jubiläumssitzungen alles gestimmt hat. Das Publikum, die Akteure (ob eigene oder aus den naheliegenden Karnevalshochburgen) und der Einzug unseres Dreigestirns hätte(n) dem Anlass entsprechend nicht besser sein können. Es war dieser berühmte Funke da - und dieser Funke sprang auf ALLE ANWESENDEN über!!!!! Nur noch ein Sätzchen zu unseren eigenen Akteuren! Heinz Esser als RITTER KUNIBERT, Gerd Schmitz als LIEDERSÄNGER, die EHRENGARDE mit Mobby Münchrath als Kommandant, der Musikzug mit Helmut, Willi und Bernd Pütz, unser Kindertanzcorps, der Mariechentanz mit Claudia Schwill und Udo Schmitz, und der Marketendertanz mit Agostina Tranchita und Elmar Schmitz und nicht zuletzt unser Präsident Matthias Klütsch in seinem nunmehr 34sten Präsidentenjahr zogen alle Register ihres Könnens!

Einfach ALLE MITGLIEDER unserer Gesellschaft haben in dieser Jubelsession unserer Meinung nach HERVORRAGENDES geleistet! Und die gesamteBedburger Bevölkerung hat diese Leistung honoriert und in einem Maße unterstützt, wie wir es uns vorher nicht hätten erträumen lassen!!!

1988/89! Es ist eine ganz normale Entwicklung, wenn nach einer glanzvoll gestalteten Jubiläumssession die Aktivitäten zunächst einmal etwas nachlassen. Der Vorstand der Ritter hatte diese Gefahr aber bereits frühzeitig erkannt und entsprechende Vorsorge getroffen. Alle im Vorjahr gewählten Vorstandsfunktionsträger blieben in ihren Ämtern und stellten sich dem Verein weiterhin zur Verfügung. Auch wurde allen Mitgliedern für ihr unermüdliches Wirken in der Jubelsession als Dankeschön eine Jubiläumsparty ausgerichtet. Am 12.01.1989, das heißt vor unseren Sitzungen haben wir Ritter dann die Presse eingeladen, da wir der Meinung waren, der Rücktritt von unserem Präsidenten Matthias Klütsch (nach 35 Jahren) und die Übergabe des Amtes an Stefan Düren sollte zwingend vor unseren Sitzung erfolgen. Wir wollten in diesem Rahmen unseren scheidenden Präsidenten Matthias Klütsch nicht nur ehren, sondern wir wollten vor allen Dingen seine besonderen Verdienste während seine 35jährigen Präsidentschaft und seiner Tätigkeit für den rheinischen Karneval der breiten Öffentlichkeit nochmal aufzeigen. Diese Veranstaltung hätte für unseren “langjährigen” Präsidenten kaum angemessener, würde- und stilvoller sein können. Matthias Klütsch wurde vom 1. Vorsitzenden Gerd Schmitz zum Ehrenpräsidenten ernannt und erhielt als ZWEITER RITTER - nach dem Ehrenvorsitzenden Leo Königs - für herausragende Leistungen für die Gesellschaft den Ehrenring verliehen. Es war wiederum eine tolle Session mit KLASSEVERANSTALTUNGEN auf Schloß Bedburg, bei denen der scheidende Präsident nochmal sein überragendes Können SEINEM PUBLIKUM zeigte. Abschließend zu dieser Session muß man einfach feststellen - wie auch in der Laudatio an Matthia Klütsch nachzulesen ist - MAN MUSS MATTHIAS KLÜTSCH FÜR SEINEN NIEMERMÜDEN EINSATZ, SEINE TREUE ZU DEN BEDBURGER RITTERN UND FÜR SEINE MENSCHLICHE HALTUNG ALS FREUND UND ALS PRÄSIDENT AUFRICHTIGEN DANK AUSSPRECHEN. SEINE LEISTUNG KANN NICHT HOCH GENUG GEWÜRDIGT WERDEN!!!

1989/90! In dieser Session führten wir Ritter das erste mal einen Galaabend durch, der viele Jahre fester Bestandteil unseres Veranstaltungskalenders sein sollte. Die Resonanz gab den Verantwortlichen Recht und dieser Abend wurde auch in der Öffentlichkeit äusserst positiv auf- und angenommen. Gleichzeitig wurde dieser Galaabend dazu genutzt, um einen Rahmen für Ernennungen und Ehrungen zu schaffen, wie er besser kaum sein konnte. Über die Sitzungen und Veranstaltungen der Ritter zu reden, hieße sich zu wiederholen. Alles funktionierte, war doch auch ALLES mit viel Liebe wieder bis ins kleinste Detail geplant und vorbereitet worden. Der neue Präsident unserer Gesellschaft hat wohl - wie dies deutlich aus allen veröffentlichten Kritiken zu unseren Veranstaltungen hervorgeht - seine ihm gestellte Aufgabe hervorragend gelöst. Unsere Senatorenschaft durchbrach in dieser Session das erste Mal die 50iger Marke und war somit gleich stark wie die Ritter an Jahren zählten. In diesem Jahr hatten wir Ritter aber auch wieder eine traurige Nachricht entgegenzunehmen. Der einzige noch lebende Gründer unserer Gesellschaft, Fritz Platzbecker, war verstorben. Der Tod des letzten Gründervaters unserer Ritter erfüllte uns mit Schmerz. Aber er war uns auch Mahnung, ihm nachzueifern und in seinem Sinne weiterzuarbeiten!!!

Über den in der Session 1990/91 durchgeführten Galaabend der Ritter stand im damaligen Erftecho zu lesen: “Ritter verwöhnten ihr Publikum”! Geboten wurde unseren Besuchern an diesem Abend ein internationales Programm mit hohen Ansprüchen. Diejenigen, die nicht da waren, hatten etwas verpasst. Sicher und humorvoll hatte unser Präsident an diesem Abend alles im Griff. Das Dreigestirn in dieser Session wurde von unser Schwestergesellschaft BNZ gestellt. Es setzte sich zusammen aus: PRINZ EDUARD I. (Eduard (Edi) Pelzer), BAUER FRIEDEL (Friedel Platzbecker) und JUNGFRAU HERMINE JOSEFA (Hermann Josef Platzbecker). Die Proklamation dieses tollen Dreigestirns mit einem stets gutgelaunten und gut aufgelegten Prinzen fand am 16. 11. 1990 statt. Auf dieser Proklamation waren wir Ritter als eigenständiger Programmpunkt mit einer großen Truppe vertreten. Weiterhin ist zu dieser Session - die sehr unter den Zeichen des Golfkrieges zu leiden hatte - zu sagen, dass erstmals ein eigenes Marketenderinnencorps (unter der Leitung von Petra und Udo Schmitz) unsere Veranstaltungen verschönerte. Die aus dem Kindercorps entwachsenen Mädels blieben der Gesellschaft treu und somit hatten wir Ritter plötzlich ein gutfunktionierendes Damencorps und waren dadurch noch weit flexibler als bis dato. Die Sitzungen verliefen - trotz des Golfkrieges - für uns Ritter äusserst positiv. Alle Akteure standen ihre(n) Mann/Frau und gaben mehr als ihr BESTES. Für die “langjährige” Treue, die uns das Parodistenpaar DOTZ UN DÖTZJE entgegengebracht hatten, bekamen mit den BEIDEN erstmals - auf Beschluß des Vorstandes - NICHTRITTER den Rittersporn überreicht. Wie diese Beiden sich als PROFIS über diese Geste gefreut haben, war schon sehenswert. Die Situation in dieser Session - bezogen auf den Golfkrieg - kann hier nicht ausreichend angesprochen werden. Das würde mit Sicherheit den Rahmen dieser “Kurzchronik” sprengen. Aber eins muß und sollte festgehalten werden. Die Politik mischte sich ein mit Empfehlungen, ohne aber nur im Geringsten an die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Karnevalsvereine zu denken. Wir haben uns dann selbst mit dieser Thematik auseinandergesetzt und uns mit unserer Schwestergesellschaft BNZ und dem Festkommitee Bedburg ununterbrochen - über mehr als vier Wochen lang - immer wieder über die Ereignisse am Golf und die vorliegenden politischen Empfehlungen unterhalten und versucht, alles zu durchleuchten. Eine bessere Zusammenarbeit in dieser Phase als zwischen der BNZ und uns RITTERN hätte es nicht geben können. Es war eine echt freundschaftliche Solidarität spürbar, die letztendlich dadurch geprägt war, dass beide Gesellschaften mit ein und derselben Entscheidung die Veranstaltungen in dieser Session angegangen sind. Saalveranstaltungen ja, Straßenkarneval nein! Mit dieser Entscheidung unserer beider Gesellschaften (immer in Verbindung mit dem Festkommitee Bedburger Karneval) , so konnten wir im Nachhinein feststellen, haben wir in unserer Reaktion auf dieses Ereignis 100%ig richtig gelegen haben.

1992/93 Ein karnevalistischer Meilenstein in der Geschichte der RITTER. Wir wurden 55 Jahre alt und - stellten zu diesem karnevalistischem Jubiläum selbstverständlich wieder das Stadtdreigestirn! An der Spitze PRINZ JACKY I. (Jakob Krosch), im zur Seite BAUER SONY (Hans-Josef Fehse) und natürlich nicht zu vergessen ihre Lieblichkeit JUNGFRAU KARLA (Karl-Heinz Kremer). Prinzenführer dieses Dreigestirns war CHARLY DAHMEN. Und Verbindungsoffiziere gab es natürlich auch! Die Bedburger Ritter hatten ihren alten Kämpen HANS PÜTZ mit dieser Aufgabe betraut und unsere Schwestergesellschaft BNZ unseren altbekannten HORST VON DANWITZ. Wir haben mit diesem KLASSE-DREIGESTIRN ein ALLEN ANSPRÜCHEN gerecht werdendes STADTDREIGESTIRN präsentieren können, welches allzeit Frohsinn und blendende Laune in die Herzen ALLER BEDBURGER NARREN gebracht hat. Wir Ritter haben in dieser Session wieder Bombenveranstaltungen unseren Veranstaltungsbesuchern bieten können. Die Presse überschlug sich mit für uns und auch für unser Dreigestirn äusserst positiven Schlagzeilen und Arikeln. Wir waren zwar jetzt 5 mal 11 Jahre “ALT”, aber es war keineswegs ein Altersjubiläum, was gefeiert wurde. Vielmehr waren es sprühender Witz und erftländischer Frohsinn, die alle Veranstaltungen unserer Gesellschaft in dieser Session auszeichneten. Und dazu trug in hohem Maße unser Dreigestirn bei. Und noch etwas EINMALIGES wurde von unserem Dreigestirn eingestielt! EIN TRAUM WURDE WIRKLICHKEIT!!! Die KG Bedburger Ritter “Em Ulk” von 1937 feierten im Jahr ihres 55jährigen Bestehens mit ihrem Dreigestirn in NEW YORK CITY auf Einladung des “EXECUTIVE COMMITEE” mit der Teilnahme an der “GERMAN-AMERCAN STEUBEN PARADE” einen grandiosen SESSIONSABSCHLUSS!!!!! Aber darüber wird zu einem anderen Zeitpunkt und auf einer anderen Seite unserer Homepage noch mal ausführlich und mit Bildmaterial berichtet werden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Mitte der 90iger Jahre war die Arbeit der Bedburger Ritter von großer Kontinuität gekennzeichnet. Der Vorstand blieb größtenteils in seiner nunmehr seit vielen Jahren mit den bereits bekannten Personen bestehen. Die einzige Position im Vorstand, die sich in dieser Zeit änderte, war die des 2. Vorsitzenden. Aber die Namen sind ja aus der Seite “Mandatsträger” ausreichend ersichtlich. Unser Publikum blieb uns treu und war von unseren Veranstaltungen nach wie vor begeistert. Die Themen der Galaabende trafen auch den Geschmack unserer Gäste! Egal, ob wir sie diesbezüglich nach Paris entführten, nach Südamerika, nach Bayern oder nach Tirol. Immer waren unsere Veranstaltungen bestens besucht. In diesen Jahren durften wir Dreigestirne aus den unterschiedlichsten Bedburger Ortsteilen auf unseren Sitzungen begrüssen und alle Dreigestirne wurden so empfangen, als wenn es unsere eigenen gewesen wären. In der Session 1996/97 wurde unsererseits dann kräftig mit unserer Schwestergesellschaft deren 111jähriges Bestehen gefeiert. Anlässlich dieses Jubiläums stellte die BNZ auch wieder das Stadtdreigestirn mit PRINZ GEORG I. (Dr. Georg Kippels), BAUER PAUL (Paul Jaedtka) und JUNGFRAU NORBERTA (Norbert Jungbluth). Den Dreien zur Seite stand als Prinzenführer PETER MEUTER und als Begletoffizier der Ritter Lothar Marczak. Es waren rauschende Karnevalstage mit wie immer vollem Rittersaal und das sowohl für die jubelierende BNZ als auch für uns RITTER.

Aus unserer eigenen Ehrengarde gab es in dieser Session allerdings auch etwas NEUES zu berichten. Nach 26 Jahren als Kommandant verabschiedete sich unser MOBBY MÜNCHRATH aus diesem Amt und überließ es dem neuen Kommandanten Michael Schmitz, der ohne eine Gegenstimme auf der seinerzeitigen Jahresabschlußversammlung in dieses Amt gewählt wurde. Für die vielen Verdienste, die sich unser Mobby erworben hatte, wurde er in der nachfolgenden Session zum Generalfeldmarschall und Ehrenkommandanten befördert und ernannt. Diese Ehrung hatte er sich auch voll und ganz ver- und erdient!

In der darauffolgenden Session 1997/98 wurde zu Sessionsbeginn ein zünftiger Tiroler-Galaabend gefeiert, an dem uns Gäste aus Tirol besuchten und nicht nur den Abend zu einer riesigen Gaudi werden ließen, sondern das komplette Wochenende. Ja, und da just in dieser Session bei uns Rittern der 60ste Geburtstag anstand, war es natürlich klar, dass wir das Stadtdreigestirn stellten. Als drei Jahre vorher der 1. Vorsitzende Gerd Schmitz die Mitglieder auf diese Situation und Tatsache hingewiesen hatte, flatterte ihm schon kurze Zeit später eine entsprechende Bewerbung auf den Tisch! Es handelte sich hierbei um keinen Geringeren als unseren alten Kämpen und ehemaligen Tanzoffizier Hans Zahn mit seinen Freunden vom “FC Fanclub Bedburg”. Das sie aber als die städtischen Obernarren aus unseren Reihen, aus den Reihen der Ritter auftreten wollten, ließ sich unschwer an dem von ihnen gewählten MOTTO ableiten: “WIR SIND DAS DREIGESTIRN DER RITTERSCHAR UND FEIERN KARNEVAL SEIT 60 JAHR”

Wer die geschmückte Residenz am “KIRDORFER HOF” gesehen hat, konnte erahnen, mit welchem Prunkwagen dieses Dreigestirn den Karnevalsumzug am Karnevalssonntag bestreiten würden! Unser Dreigestirn brachte immer und überall zum Ausdruck, dass es KARNEVAL als ein Volksfest für JEDEN BÜRGER UNSERER VATERSTADT betrachtet hat und somit volksnah die närrische Zeit mit Frohsinn und Freude in die Herzen jedes EINZELNEN tragen wollte. Und dies ist diesem Dreigestirn auch gelungen. Mit Herz und Seele waren diese DREI, unser PRINZ HANS II. (Hans Zahn), unser BAUER KARL (Karl Schiffer) und unsere JUNGFRAU PETRONELLA (Peter Witt) bei der Sache. Gemanagt wurde dieses Ritterdreigestirn vom PRINZENFÜHRER WALDEMAR WITTMANN. Als BEGLEITOFFIZIERE fungierten wiederum die sturmerprobten Horst von Danwitz (BNZ) und Hans Pütz (Ritter). Es war eine rauschende Session mit tollen Veranstaltungen; nein, wollen wir sie einfach FESTE DER FREUDE nennen, die da gefeiert wurden. Wir Ritter waren einfach stolz auf dieses, unser DREIGESTIRN! Ein kleiner Wermutstropfen fiel nur in diese Session. Der amtierende Präsident mußte aus Krankheitsgründen abdanken. Aber hier ward schnell Abhilfe geschaffen und der bis dahin als Ritter Kunibert agierende Vizepräsident Heinz Esser übernahm dieses Amt und meisterte es mit Bravour.

Im anschließenden Jahr zog es die Ritter wieder in die Ferne. Man besuchte die Freunde in Tirol und nahm dort am großen “Brauchtums- und Andreas-Hofer-Bataillonsfest” teil. Ein Erlebnis! Man(n) muß dabei gewesen sein. Zur Eröffnung der neuen, anstehenden Session gab es wieder einen Galaabend - und zwar unter dem Motto stehend: “TAUSEND UND EINE NACHT - ODER 60 JAHRE KREUZZÜGE DER RITTER BIS ZUM ORIENT!” Es war eine Pracht und der neue Präsident HEINZ ESSER führte gekonnt durch das ansprechende Programm mit Feuerschluckern, Bauchtänzerinnen und vieles mehr!

Wollen wir diese Seite vorerst mit dem 60jährigen Jubiläum unserer Gesellschaft schließen. Die letzten 10 Jahre sind sicherlich noch so präsent, dass man sich dieser Zeiten noch gut und gerne erinnert!!! Einige Positionen im Vorstand wurden mittlerweile neu besetzt. Dies ersieht man aber aus der in dieser Website ebenfalls ausgestellten Seite “Mandatsträger” oder aus anderen Artikeln in dieser Homepage! Sollte der ein oder andere Name nicht genannt worden sein, so denken sie/denkt ihr bitte daran, dass hier nur im Zeitraffer und in Kurzform berichtet werden konnte und kann. Sollte sich JEMAND dadurch verletzt fühlen, so bittet der Verfasser bereits jetzt schon um Entschuldigung und tut kund, dass keineswegs eine böse Absicht dahinter steckt!!! Der Verfasser wollte nur allen Besuchern unserer Seiten die Möglichkeit verschaffen, sich über den WERDEGANG von uns Rittern grob zu informieren. Diese Abhandlung erhebt daher in keinem Fall ein Anrecht auf Vollständigkeit!!!!